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Vermeidbare Störfaktoren in unseren Texten: Heute das Thema Tipp- und Rechtschreibfehler

Tipp- und Rechtschreibfehler sind wie kleine Stolpersteine in unseren Texten: Man kommt meist irgendwie drüber hinweg, aber elegant ist anders. Gerade in der Technischen Kommunikation, im UX-Writing, in Doku fürs Web oder in E-Learning-Inhalten können Fehler:

  • unprofessionell wirken
  • vom Inhalt ablenken
  • oder im schlimmsten Fall zu Missverständnissen führen

Die gute Nachricht: Mit den heutigen Tools und ein paar cleveren Gewohnheiten kannst du deine Textqualität schon beim Schreiben deutlich verbessern ohne stundenlange Lektoratsrunden.

Tippfehler – die kleinen, aber hartnäckigen Klassiker

Beim schnellen Tippen passieren Fehler einfach. Das ist kein Charakterproblem, sondern reine Motorik. Textverarbeitungsprogramme, Browser-Add-ons und viele CMS haben inzwischen eingebaute Rechtschreib-Checks. Aber:

  • Nicht alle Systeme sind gleich gut.
  • Manche CMS-Felder haben gar keine Rechtschreibprüfung.
  • Und unser Gehirn ist Weltmeister im „Fehler glattbügeln“.

Du hast vorhin „Textverabeitungsprogrammen“ einfach überlesen? Willkommen im Club. Unser Gehirn ergänzt, was „gemeint“ ist nicht, was dasteht. Tippfehler passieren. Entscheidend ist, wie du dein Setup baust, damit möglichst wenige davon bis zur Veröffentlichung überleben.

Rechtschreibfehler – wenn’s nicht nur tippt, sondern grundsätzlich hakt

Tippfehler sind oft harmlos. Rechtschreibfehler dagegen sind wie kleine Signale: „Hier hat niemand genau hingeschaut.“ Rechtschreibung heißt:

  • regelkonform schreiben
  • konsistent schreiben
  • und im Kontext passend schreiben (z. B. Fachterminologie)

Auch Profis schlagen heute noch Dinge nach und das ist absolut normal. Gerade wer beruflich schreibt (TechDocs, Marketing, UX, Übersetzung), sollte Rechtschreibung nicht als „Nice to have“, sondern als Basisqualität verstehen. Ein orthografisch unsauberer Text kann:

  • vom Inhalt ablenken
  • den Lesefluss stören
  • das Verständnis erschweren
  • im technischen Umfeld sogar zu Fehlbedienungen führen

Oder anders gesagt: An einem sauberen Text stört sich niemand. An einem fehlerhaften dafür ziemlich viele.

5 Wege, wie du (fast nebenbei) rechtschreibfit wirst

Du musst kein Duden-Geek werden. Aber du kannst dir leicht ein solides Fundament aufbauen.

1. Duden.digital statt Bauchgefühl

Nutze Duden online oder ähnliche Referenzen, wenn du unsicher bist. Einmal nachschlagen = fürs nächste Mal gelernt.

2. Zweifelsfälle konsequent nachschauen

Mach dir zur Gewohnheit: Wenn du bei einem Wort stolperst, kurz nachsehen. Dein Sprachgefühl wird damit langfristig deutlich besser.

3. Internet ja – aber bitte mit Quellenfilter

Google ist kein Rechtschreib-Gott. SEO-optimierte Schreibweisen sind oft nicht regelkonform (z. B. häufig „Content Management System“ statt korrekt „Content-Management-System“). Schau lieber in seriöse Quellen oder offizielle Terminologie.

4. Mini-Lernhäppchen in Pausen

In der Kaffeepause kurz ein YouTube-Tutorial zu Rechtschreibung oder Kommasetzung? Klingt nerdig, bringt aber was. Micro-Learning eben, zwei Fliegen mit einer Klappe: Ablenkung und Lerneffekt.

5. Hol dir Unterstützung – menschlich oder KI

Wenn Rechtschreibung nicht deine Stärke ist:

  • bitte Kolleg:innen ums Gegenlesen
  • arbeite mit professionellen Lektor:innen
  • oder setze zusätzlich auf Tools wie Duden Mentor, LanguageTool, DeepL Write, Grammarly & Co.

Sie ersetzen kein menschliches Lektorat, aber sie holen extrem viel „Oberflächenfehler“ raus.

Moderne Helfer: Was heute über die klassische Rechtschreibprüfung hinausgeht

In der Technischen Kommunikation hast du heute richtig gute Werkzeuge, um Fehler früh abzufangen:

  • Integration in CCMS & Redaktionssysteme
    Viele Systeme haben inzwischen integrierte Rechtschreib- und Stilprüfungen oder Schnittstellen zu Prüf-Tools.
  • Browser-Add-ons (z. B. für Chrome, Firefox, Edge)
    Sie prüfen direkt in deinem CMS, in Webformularen, in E-Mails und im Ticket-System.
  • KI-basierte Schreibassistenten
    Sie schlagen dir nicht nur Korrekturen vor, sondern erkennen auch Stilbrüche, falsche Terminologie, unnötige Passivkonstruktionen usw.
  • Plugins für IDEs & Code-nahe Doku
    Wenn du Docs-as-Code nutzt (Markdown, AsciiDoc & Co.), kannst du Rechtschreib-Plugins direkt in VS Code oder ähnlichen Editoren nutzen.

Kurz: Du musst nicht „perfekt“ sein, du musst nur deine Tools gut aufstellen.

🎯 10 Tipps für mehr Konzentration & Sicherheit beim Schreiben und Lektorieren

Fehler entstehen nicht nur durch Unwissen, sondern durch Zeitdruck, Ablenkung und Müdigkeit. Hier ein kleines „Konzentrations-Setup“, das du sofort im Alltag nutzen kannst:

Sag dir bewusst: „Jetzt konzentriert, danach Pause.“

Kleine Einheiten funktionieren besser als Marathon-Sessions.

Kümmere dich um Basics: Hunger, Durst, Toilette

Klingt banal, aber ein knurrender Magen ist kein guter Lektor.

Eliminiere Störungen

  • Benachrichtigungen aus
  • E-Mail-Programm schließen
  • Handy weg
  • „Bitte nicht stören“-Status im Chat setzen

Recherche parken – nicht parallel machen

Wenn du noch etwas nachschlagen musst: Markier die Stelle (z. B. gelb oder mit Kommentar) und recherchiere danach. Multitasking killt Konzentration.

Nutze Fokusansichten im Editor

In Word, Google Docs & Co. gibt es Fokus-/Vollbildansichten, in denen Menüs ausblendet werden. Perfekt, um wirklich nur Text zu sehen.

Zoom erhöhen

Probier mal: 100 % vs. 200–250 % Zoom. Größere Schrift = weniger übersehene Fehler.

Am großen Monitor arbeiten

Gerade bei längeren Texten ist ein externer Monitor ein Gamechanger. Weniger Scrollen, mehr Überblick.

Webtexte zuerst im „starken“ Editor schreiben

Erstelle Texte nicht direkt im CMS, sondern zuerst in einem Tool mit guter Rechtschreibprüfung (z. B. Word, Google Docs, Editor mit Plugins). Dann sauber ins CMS übernehmen.

Laut lesen – ja, wirklich

Lautes Lesen entlarvt holprige Sätze, fehlende Wörter und verschachtelte Monsterkonstruktionen.

Achte auf deine Augen

Wenn dich die Bildschirmarbeit selbst mit Pausen extrem anstrengt, lohnt sich ein Check beim Augenarzt oder Optiker.
Erschöpfte Augen → mehr Fehler.

Fazit: Kleine Schritte, große Wirkung

Realistisch betrachtet wirst du nicht alle Tipps konsequent umsetzen – und das ist völlig okay. Aber: Schon ein neuer guter Habit kann deine Textqualität sichtbar verbessern. Wenn du:

  • deine Tools schlau einstellst
  • dir bewusst kleine Fokusphasen gönnst
  • und bei Unsicherheit lieber kurz nachschlägst

… wirst du merklich weniger Tipp- und Rechtschreibfehler in deinen Texten haben. Und das zahlt direkt auf deine Professionalität, Lesbarkeit und Verständlichkeit ein. Viel Spaß beim Rechtschreiben, Optimieren und Ausprobieren ✏️✨

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